6. Juli 2021

5 Fehler bei der Mitarbeitersuche – wie du als Praxisinhaber:in 2021 neue Fachkräfte findest

Du bist Praxisinhaber:in in der Heilmittelbranche? Wahrscheinlich bist du dann auch  schon mit dem Fachkräftemangel in Berührung gekommen.  
Es gibt zu wenige Therapeut:innen? Oder du findest nicht die Richtigen?  

Um dieses Problem zu lösen, verraten wir von Praxis-Profi dir heute 5 Fehler, die du bei der Mitarbeitersuche unbedingt vermeiden solltest.  

Einführung 

Der Fachkräftemangel ist in der Heilmittelbranche schon seit einiger Zeit ein großes Thema und die Gründe dafür sind vielfältigAllerdings bist du nun an dem Punkt, an dem du unbedingt ein neues Teammitglied brauchst, weil du den Andrang in der Praxis nicht mehr bewältigen kannst. Du beginnst also deine Suche.

Im Normalfall veröffentlichst du deine Stellenausschreibung und daraufhin melden sich einige Interessent:innen, die die Stelle gerne haben möchten. Richtig? Im Normalfall ist dies das Vorgehen. Aber betrachten wir den Umstand, dass das Finden neuer Mitarbeiter:innen in der Heilmittelbranche durchschnittlich knappe 190 Tage dauert, wirst du mit dieser Methode wahrscheinlich keinen Erfolg haben. In der Heilmittelbranche ist es notwendig, dass du dich von der Konkurrenz abhebst, da die Bewerber sich bei den ganzen offenen Stellen aussuchen können, wo sie arbeiten. Und dieses Abheben startet bereits ganz am Anfang  bei der Mitarbeitersuche.  

Du möchtest für deine Praxis ein geeignetes Teammitglied finden, das jung, dynamisch und motiviert ist und perfekt zu dir, dem Team und der Praxis passt. Also veröffentlichst du als aller erstes eine Stellenanzeige in der Zeitung. Und somit kommen wir zu der ersten Fehlerquelle.

Fehler 1: Du nutzt veraltete und unmoderne Suchkanäle 

Junge Leute erreichst du heutzutage nicht mehr über die Zeitung. Du musst also dahin gehen, wo die Bewerber:innen sind. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Du kannst die Leute sofort dort ansprechen, wo du sie antriffst. Also beispielsweise auf Messen oder an der Uni, an Schulen oder in verschiedenen Netzwerken. Wichtig sind aber auch die digitalen Kanäle. Denn besonders hier sind deine potenziellen Arbeitnehmer:innen unterwegs. Dementsprechend sollten deine Stellenanzeigen auf Jobbörsen wie Indeed und Stepstone und natürlich auch auf deiner eigenen Website veröffentlicht sein. Aber auch in den sozialen Netzwerken, zum Beispiel auf Facebook und Instagram, erreichst du eher diese Zielgruppe. 

Nutze also moderne Möglichkeiten, um die Mitarbeiter:innen anzusprechen, die du wirklich willst.

Fehler 2: Deine Stellenanzeige ist langweilig und unattraktiv

Deine Aufgabe als Arbeitgeber:in ist es also, die Stellenanzeige so attraktiv wie nur irgendwie möglich darzustellen. Stell dir vor, die zu besetzende Stelle ist wie eine Werbung für ein Produkt, das du verkaufst. Wahrscheinlich würdest du auch nicht halbherzig einen kurzen Erklärtext hinschreiben. In deiner Stellenanzeige solltest du dich also noch weiter von der Konkurrenz abheben. 

Die Optik muss stimmen

Zuerst einmal muss deine Stellenanzeige den Suchenden ins Auge fallen. Füge also Bilder oder andere farbenfrohe Elemente hinzu, die dafür sorgen, dass sie gelesen wird.

Überzeuge mit dem richtigen Inhalt

Überlege dir: Was kannst du den Bewerber:innen bieten? Das sollte einen großen Part deiner Stellenausschreibung einnehmen. Die Vorteile, die durch einen Arbeitsplatz bei dir entstehen und was für Benefits die Arbeitnehmer:innen bei dir haben. Die Stelle sollte also so beschrieben sein, dass die Bewerber:innen einen guten Eindruck vom Arbeitsalltag und auch vom Team bekommen.

Fehler 3: Es mangelt an der Außendarstellung deines Unternehmens.

Egal, wie groß oder klein deine Praxis, es ist wichtig, dass sie eine gute Außendarstellung hat, die auch in der Stellenausschreibung rüberkommt.
Die Bewerber:innen werden sich im Vorfeld über dich informieren und die Quelle ihrer Wahl ist hierbei höchstwahrscheinlich das Internet. Und hier ist der erste Eindruck entscheidend. Entsteht anfangs ein schlechtes Bild, ist es fast unmöglich, es zu wenden. So kann es sein, dass gute Bewerber:innen abspringen und ihr Glück woanders versuchen.

Gute Bewertungen für mehr Bewerber nutzen

Mit guten Bewertungen mehr Bewerber:innen erreichen

In unserem Artikel erfährst du, wie deine Bewertungen dir bei der Mitarbeitersuche helfen.

Du kannst jedoch dafür sorgen, dass die Kandidat:innen ein gutes Bild von dir bekommen, wenn sie deine Stellenanzeige sehen.
Zeige den Bewerber:innen die Hintergründe zu dir als Arbeitgeber:in, Einblicke in den Arbeitsalltag und Erfahrungen von bestehenden Teammitgliedern. Das Ganze kann auch als Video aufgenommen sein. Das wirkt authentisch und modern und die potenziellen Bewerber:innen bekommen direkt das Gefühl, dass sie die Praxis und das Team bereits kennen. Das senkt die Hemmungen, eine Bewerbung abzuschicken.
Auch auf deiner eigenen Website solltest du das persönliche Image deiner Praxis rüberbringen. 

Fehler 4: Ein kompliziertes Bewerbungsverfahren

Für Bewerber:innen gibt es nichts Schlimmeres als ein kompliziertes Verfahren. Ein ausgedrucktes Anschreiben, mit Lebenslauf und allen Zeugnissen in einer Bewerbungsmappe postalisch an deine Adresse? Das ist heutzutage völlig überholt und abgesehen von der Tatsache, dass das Ausdrucken von so viel Papier nicht nachhaltig ist, erschwerst du dir selbst den Bewerbungsprozess.

Je mehr Möglichkeiten es für offene Stellen gibt –und davon gibt es in der Heilmittelbranche sehr viele – desto weniger Motivation haben die Bewerber:innen für einen langwierigen Prozess.
Du musst es ihnen also möglichst einfach machen. Und auch hier solltest du dich modern präsentieren. Überall, wo deine Stellenanzeige zu finden ist, also in Jobbörsen, auf deiner Website, in den sozialen Netzwerken – egal wo, solltest du einen Direktlink mit einem "JETZT BEWERBEN" Button einbauen. 

Du solltest hierbei auch darauf achten, dass deine Website und die Stellenausschreibung sowie der Direktlink auch mobil optimiert sind. Denn: Viele Menschen suchen im ersten Anlauf vom Smartphone aus.

So haben die Bewerber:innen die Möglichkeit, sich ganz einfach bei dir zu bewerben. Und auch für dich bringt es einige Vorteile, da du alle Unterlagen gesammelt an einem Ort hast.

Fehler 5: Es gibt unklare oder gar keine Kommunikation.

Dies ist ein wirklich vermeidbarer Fehler. Sei dir bewusst darüber, dass das gesamte Bewerbungsverfahren deine Praxis darstellt.
Du bist im Normalfall nicht der einzige Arbeitgeber, der eine Bewerbung erhalten hat. Bekommt der:die Interessent:in also weitere Zusagen von anderen Arbeitgebern, hat er:sie wieder eine Auswahl. Und dann kommt es wieder darauf an, wie du dich von anderen Unternehmen abhebst.
Und gerade im Bewerbungsprozess ist es relativ einfach.

In vielen Unternehmen bekommen Bewerber:innen wenn überhaupt eine Eingangsbestätigung ihrer Bewerbung. Bis zur Einladung (wenn diese kommt) herrscht dann aber Funkstille. Oftmals ist es leider auch so, dass Bewerber:innen nicht einmal eine Nachricht bekommen, wenn ihre Bewerbung abgelehnt wurde. Du hast hierbei die Möglichkeit, dich von anderen Arbeitgebern zu differenzieren. Du kannst die Interessent:innen in den Prozess einbinden und sie fortlaufend über den Stand ihrer Bewerbung auf dem Laufenden halten und hast so die Möglichkeit, deine Praxis positiv darzustellen, wenn du Mails mit Updates oder der Anfahrt oder Erinnerungen an die Interessenten schickst. 

Über diese Informationen freuen sich deine Bewerber:innen garantiert

  • Eingangsbestätigung 
  • Verfügbarkeit bei Rückfragen 
  • Personalisierte Antworten
  • Transparenz  

Den Kommunikationsprozess kann man übrigens – ähnlich wie Google-Bewertungen – smart automatisieren, sodass du damit keine zusätzliche Arbeit hast.

Nun wollen wir den Punkt „Transparenz“ noch einmal aufgreifen.
Durch fehlende Kommunikation ist die Transparenz in der Bewerbung nicht gegeben. Die Interessent:innen wissen nicht, an welchem Punkt sie momentan stehen und in welcher Phase sie sich bewegen.
Das ist für Viele ein Negativfaktor. Deshalb ist es wichtig, in diesem Prozess möglichst transparent zu sein, die Bewerber:innen über alles auf dem Laufenden zu halten und vor allem offen und ehrlich zu sein. Wenn du dich gegen jemanden entschieden hast, dann informiere ihn/sie am besten persönlich darüber und halte ihn/sie nicht länger als nötig hin. 

Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass für die Bewerber:innen Dinge wie Gehalt, Aufstiegschancen und der Standort zählen. Aber gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist es wichtig, auf die Softskills zu setzen und so die Bewerber:innen zu überzeugen, dass die ausgeschriebene Stelle und deine Praxis genau das Richtige für sie ist, sie sich wohl fühlen können und morgens gerne zur Arbeit gehen.

So findest du die richtigen Mitarbeiter:innen für deine Praxis

In unserer kostenlosen Praxis-Anleitung erfährst du, wie mit einigen einfachen Handgriffen mehr qualifizierte Bewerber:innen erreichst und deine offenen Stellen im Handumdrehen besetzt. 


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