22. Oktober 2021

Frag den Profi – Interview mit Mama goes rich Coaching

Ein neues Interview unserer Reihe wartet auf dich: Frag den Profi!

In dieser Episode sprechen Joyce Regnier von Praxis-Profi und Katja und Jessica – die Coaches hinter Mama goes rich – über den Weg in die Selbstständigkeit, die optimale Praxisführung und wieso das Coaching-Angebot gerade auf Frauen und vor allem Mütter abzielt.

Schau dir hier das ganze Interview an, um zu erfahren, was hinter Mama goes rich steckt! 

Wieso Mama goes rich?

Joyce: 

Hallo und herzlich Willkommen zu einem neuen Format unserer Interview-Reihe #FragdenProfi. Für das heutige Interview spreche ich mit Katja und Jessica, die hinter Mama goes rich stehen. Wir wollen über den Weg in die Selbstständigkeit reden, wie man zur eigenen Praxis kommt und über das dazugehörige Coaching-Angebot der beiden. 

Was steckt hinter Mama goes rich bzw. wie seid ihr überhaupt auf diese Idee gekommen? 

Katja: 

Erstmal vielen, vielen Dank, dass wir heute hier sein dürfen! #FragdenProfi - finde ich mega cool! Super klasse Format, vielen Dank dafür! 

Ja, wie sind wir auf Mama goes rich gekommen? Wir sind seit zwölf Jahren selbstständig mit einer Ergotherapiepraxis - gestartet aus dem Nichts, wir haben sie nicht gekauft, wir haben sie nicht übernommen, wir haben sie einfach selbstständig gestartet, haben drei Jahre später unseren Traum verwirklicht mit einem interdisziplinären Therapiezentrum, haben das jetzt seit zwölf Jahren. Wir haben zwei Praxen, führen ein über 20-köpfiges Team, sind beide gemeinsam vierfache Mamas und das in den letzten drei Jahren mit so viel Freude und Leichtigkeit, dass es uns wahnsinnig wichtig ist, noch mehr Frauen zu zeigen, wie toll selbstständig sein kann, wie leicht es sein darf und wie viel Freude man dabei haben darf.  

Jessica: 

Genau, und wie Katja schon sagte, wir sind ja schon seit großartigen zwölf Jahren selbstständig mit zwei Therapiepraxen und es kam so vor zwei, drei Jahren der Switch, dass wir dachten: Aber da muss doch noch mehr sein! Und zum zweiten hat es uns immer auch angetrieben, etwas für unsere Mitarbeiter zu tun. Und jetzt waren wir alle in dem Alter, auch unsere Mitarbeiterinnen, wo das Thema aufkam: Elternzeit - die gingen dann in die Elternzeit, kamen zurück aus der Elternzeit, wollten nur noch Teilzeit arbeiten. Das ist ja alles gar kein Problem, aber wir haben uns dann überlegt, wie sieht das dann hinterher mit der Rente aus? Und da haben wir dann festgestellt, dass Frauen da einfach ein Defizit durchleben und was ihnen vielleicht noch gar nicht bewusst ist, was sie erst am Ende ihrer Berufskarriere vielleicht erfahren werden, dass da einfach am Ende nicht so viel übrig bleibt. Wir dachten, das kann es doch nicht sein! Es ist doch so super cool einfach Mama zu sein, es ist super cool arbeiten zu gehen und zudem war das Netzwerk an selbstständigen Therapeutinnen ungemein klein bei uns in der Umgebung und auch wenn wir es versucht haben, es war immer so: Schön - aber bis hierhin und nicht weiter. Wir dachten uns: Mensch, es muss doch noch andere Frauen da draußen geben, die unglaublich gerne selbstständig sind und unglaublich gerne Mama sind und dass das doch einfach gut zu vereinbaren sein muss und dass wir diesen Weg gerne aufzeigen würden. So ist der Gedanke einfach geboren zu zeigen, dass das super cool ist, sogar viel Spaß macht erfolgreich zu sein, gut zu verdienen und auch Mama sein zu dürfen. 

Frauen und Praxisgründung

Joyce: 

Das mit dem Thema Rente habt ihr jetzt gerade ja schon angesprochen, das ist natürlich allgemein ein Problem unter Frauen leider größtenteils. Aber was würdet ihr sagen, seht ihr als größte Herausforderung gerade in dieser Branche für Frauen? Glaubt ihr, Frauen müssen das ganze Thema Praxisgründung und auch Praxisleitung anders angehen? 

Katja: 

Anders würde ich jetzt nicht sagen. Also ich persönlich bin kein Freund davon, dass man erstens Männer und Frauen immer so dramatisch trennt und es ist ja immer eine eigene Entscheidung: Also jeder entscheidet ja selber, wie viel oder wie wenig er arbeitet und ob man die Augen davor verschließt oder nicht. Also da sind ja erstens immer ganz freiwillige Entscheidungen und ich weiß gar nicht, ob man es von außen so angehen muss.

Ich finde aber es fehlt an Vorbildern, die einem zeigen, dass es ohne Kampf, dass es ohne - sag ich mal - diese männliche Energie, die wir ja dann auch oft mit gelebt bekommen, wenn man selbst und ständig ist und wenn man Chefin wird, dann muss man sein Team führen - man merkt schon meine Sprache wird ganz anders - dann muss man ganz klar auch mal Tacheles reden, muss man sagen, wo es lang geht und ich finde, das ist eigentlich für mich die Herausforderung gewesen, meinen weiblichen Weg zu gehen. Ich darf mein Team emotional führen, ich darf sagen, was ich denke und das Wichtigste für mich ist, ich darf total viel Spaß bei dem haben, was ich tue. Ich muss nicht andere zwingen etwas zu tun, ich muss es nicht machen, wie andere, sondern ich darf da meinen Weg gehen und ich finde, das ist so eine Sache, die dürfen wir Frauen noch mehr lernen, dass jede ihren eigenen Weg geht, ohne Angst vor anderen zu haben. Das ist immer noch so ein Ding, dass man denkt: Man, jetzt haben die aber 20 Leute im Team. Ja, wir haben 20 Leute im Team, wir haben uns dafür entschieden! Wenn ich aber doch denke, ich hätte gerne nur ein familiäres Team von vier, ist das fein. Also einfach mal bei sich bleiben und seine eigenen Ideen verwirklichen, seine Vision gehen und nicht immer gucken, was machen andere und wie macht man es überhaupt.

Jessica: 

Genau, uns fehlte es an Vorbildern in diesen ganzen letzten zwölf Jahren. Ich finde schon, wir haben relativ schlau gegründet. Katja sagte ja schon, wir haben uns das alles selber aufgebaut, wir haben keine Praxis übernommen, wir sind gestartet und ich fand uns schon gut, wir hatten schon eine Unternehmensberaterin. Und das war für den Anfang auch super, hat uns auch Halt gegeben, aber wir haben einfach immer wieder gemerkt, dass wir an einen Punkt kamen, wo wir dachten, was wäre das cool, wenn man jetzt jemanden hätte, der vielleicht einen Schritt weiter ist als man selbst oder auch von mir aus fünf Schritte - aber an dem man sich orientieren kann, dass man überhaupt mal sieht: Wie könnte so ein Weg aussehen? Nicht, dass ich ihn unbedingt nachahmen muss, aber dass ich eine Idee davon habe: Wie könnte es aussehen? Wir hoffen einfach, dass wir mit unserem Schritt in die Öffentlichkeit eine Perspektive bieten können, da ein Vorbild sein können. 

Anfangsphase Selbstständigkeit

Joyce: 

Ein total cooler Ansatz auf jeden Fall! Wie ihr ja gerade schon gesagt habt, ihr seid seit zwölf Jahren selbstständig und da stellt sich für mich natürlich die Frage: Was für Vorteile konntet ihr beiden aus der Selbstständigkeit ziehen? Und eben auch: Vor welchen Herausforderungen standet ihr in der Anfangsphase? 

Jessica:  

Ach ja, wir hatten schon eine Menge Herausforderungen, keine Frage! Auch viele Sachen, wo ich heute drüber lachen kann, da kann ich mit Katja bei einem Wein sitzen und da können wir darüber lachen. Aber natürlich gab es auch Momente, da hätte ich auch einfach nur heulen können, da hätte ich auch im Bett bleiben können. So eine Geschichte ist immer die, dass wir damals einen Kredit aufgenommen haben und diese ganze Renovierung unserer ersten Praxis, das fand über Weihnachten statt, wir wollten im Januar starten und es waren unsere ganzen finanziellen eigenen Mittel aufgebraucht und es kam leider nicht zur rechtzeitigen Auszahlung dieses Kredits. Im Nachhinein ist ja alles super fein geworden, aber gerade, wenn es ums Thema Geld geht, das kratzt dann schon, das macht einem dann doch schon schlaflose Nächte. Das ist auch so eines unserer Hauptthemen - das Thema Geld - wo wir einfach denken, da wollen wir viel mehr Ruhe reinbringen gerade für andere Frauen und denen aufzeigen, wie das anders sein kann. 

Katja: 

Für mich war eine wahnsinnige Herausforderung, den Step von ca. zwei Mitarbeitern zu 3, 4, 5, 6, 7 - weil es ist ja am Anfang so, ich sage mal – man ist in diesem Rausch, man macht sich selbstständig, seine Träume verwirklichen sich, dann sind die Liegen endlich da, dann kommt die Theke, dann ist der erste Patient da und irgendwie ist alles so wie eine kleine Feier. Alles ist toll und alles ist mega! Dann schafft man es, man stellt die ersten Mitarbeiter ein, aber irgendwann kommt man dann an diesen Punkt, dass man sagt: Okay, es ist alles gewachsen um mich herum, aber ich nicht. Ich bin überhaupt nicht vorbereitet. Ich bin mir überhaupt nicht klar, was ich jetzt hier richtig mache oder was ich auch überhaupt machen will. Das war für mich oft eine Herausforderung, wirklich da für mich klar zu sein, ohne dass ich mich selber verliere. Diese geliebten Tür- und Angel-Gespräche, für jeden da sein, 40 Stunden am Patienten, jedem Patienten noch einen Termin anbieten, für jeden Mitarbeiter ein Ohr haben, abends auf dem Sofa noch schnell die E-Mails beantworten, Rechnungen schreiben und so weiter. Alles mega fein, heute denke ich so: Um Gottes Willen! Warum? Also klar rückwärts gedacht, war das genau richtig, das alles hatte seine Berechtigung. Heute denke ich: Es muss gar nicht so stressig sein, wenn wir schaffen aus diesem Konfettiregen des Anfangs rauszukommen und dann wirklich gestärkt weiterzugehen, darf es auch viel, viel ruhiger sein und man kommt nicht ganz so vielen Herausforderungen so nah, wie wir sie hatten. Aber wir haben sie durchlebt und wir sind immer noch da und das zeigt auch immer wieder, was für eine wahnsinnige Stärke so in uns steckt. 

Du hast aber auch gefragt, was das Schöne an der Selbstständigkeit ist und ich glaube, genau diese Herausforderungen sind auch irgendwie das Schöne, dass man es selber in der Hand hat, dass man es sich selbst so machen kann, wie man es möchte, dass man seine Träume verwirklichen kann. Ich habe mal ein Zitat gehört: Die Begeisterung ist der beste Wecker! Ich finde, dass es genauso ist, wenn ich morgens aufstehe und schon tolle Sachen habe. Heute wusste ich zum Beispiel, wir haben ein Interview, da habe ich gedacht: Ach mega cool. Ich freue mich! Ich glaube, das ist das Coole an einer Selbstständigkeit, dass man halt einfach seinen Tag selbst gestalten kann, die Herausforderung und das Coole an der Selbständigkeit ist eigentlich dasselbe.

Jessica: 

Ich liebe es auch einfach, die Entwicklung zu sehen: Wer bin ich heute und wer war die Frau vor zwölf Jahren? Ich liebe es so, mich weiter zu entwickeln und ich liebe es so, dass ich diese Möglichkeit und diesen Mut hatte, diesen Schritt zu gehen, weil was hätte ich sonst alles nicht erlebt in den zwölf Jahren? Was für coole Abenteuer, natürlich auch was für Hochs und was für Tiefs. Aber mega, was aus einer kleinen Idee geworden ist und das liebe ich so, dafür bin ich so dankbar. 

Mama goes rich Coaching

Joyce: 

Ich glaube auch, dass es ganz, ganz wichtig ist, einfach diesen Mut zu haben und zu fassen und sich überhaupt an das ganze Thema erstmal ran zu trauen. Da kommt ihr natürlich dann auch wieder ins Spiel: Wie genau kann man sich denn euer Coaching-Programm vorstellen? 

Katja:  

Also wir sind ja sowohl für diejenigen da, die den Mut brauchen, aber im Moment vorwiegend für die, die den Schritt gehen wollen: Ich bin selbstständig, ich habe ein Team und jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, jetzt will ich wachsen! Jetzt darf mein Konto wachsen! Das ist in der Selbstständigkeit ganz oft ein stiefmütterlich behandeltes Baby, dass man mit der ganzen Sache auch noch Geld verdienen möchte. Weil ich finde, dass ist einer der wichtigsten Gründe, dass man es auch in der Hand hat, Geld zu verdienen, dass man sich entscheiden darf, wie viel Geld will ich denn auch verdienen? Und da hakt es ganz, ganz oft noch, dass man seine Zeit opfert, dass man wahnsinnig viel Zeit investiert und vielleicht hinterher mal guckt: Hat man vielleicht sogar weniger Geld, als wenn man noch angestellt war. Ich finde, das darf halt nicht sein, weil man so wahnsinnig viele Sachen macht, man hat wahnsinnig viel Verantwortung für sein Team, man hat selber diese schlaflosen Nächte und ich weiß, jeder und jede Selbstständige, die letztes Jahr im März die Corona-Nachricht bekommen hat, hatte schlaflose Nächte. Die einen vielleicht, weil es wirklich um Existenzbedrohung ging, die anderen vielleicht, weil sie so viel produzieren konnten, wie vielleicht noch nie. Aber jeder Selbstständige war in diesem Moment einfach extrem gefordert und ich finde, dafür gehört es sich auch, dass wir damit gutes Geld verdienen und zwar so viel, wie ich es mir erlauben möchte.  

In unserem Coaching-Programm ist es genau momentan das, was wir mit den Frauen machen: sich selber zu finden, herauszufinden, wie will ich es haben? Weil man glaubt es gar nicht, aber: “Wie will ich es haben?” ist einer der schwersten Fragen, die ich mir in den letzten Jahren beantwortet habe. Weil manchmal weiß ich gar nicht, was möglich ist. Man ist ja in diesem Umfeld so gefangen, man kennt ja nur das, was man gerade so sieht und man erlaubt sich gar nicht mal zu überlegen, wie will ich es denn haben? Dieser Schritt von der Selbstständigen in die Chefin-Position zur Unternehmerin, das ist gerade das, was wir in unserem Coaching mit den Frauen durchgehen und zu gucken: Okay, wie willst du es haben, wenn alles möglich ist? Wie kommst genau DU dahin, dass das dein Ergebnis ist?

Jessica: 

Denn das ist einfach eingetreten in den letzten zwölf Jahren: Von “Man macht das so.” sind wir komplett zu “Das ist Katjas Weg und Jessicas Weg.” gegangen. Ich kenne ganz, ganz wenige Unternehmerinnen wie uns, die komplett zu Hause sind, die sich ihren Alltag so magisch gestalten dürfen wie wir, dass wir sagen heute ein Interview und später treffen wir uns noch mit anderen tollen Frauen online und das ist genau das, das ist genau die Hürde und das ist auch genau das, was richtig Spaß macht und das können wir genau aufzeigen: Welche Learnings wir gemacht haben, welche Tools wir dafür benutzt haben, welche magischen Dinge es dafür gibt, um sich genau das ins Leben zu ziehen, wenn man diese Frage beantwortet hat: Wie will ich es haben? Genau, wie mache ich das dann? Wie kommt es dann in mein Leben? 

Katja: 

Und uns ist so wahnsinnig wichtig, dass es viel mehr Unternehmerinnen gibt, viel mehr Leaderinnen, viel mehr Frauen, die endlich mal ihr Licht anmachen. Es gibt so großartige Frauen, wir kennen so großartige Praxisinhaberinnen, denen fehlt der Schein, die dürfen einmal raustreten und deswegen heißt unser neues Programm ja auch “Queen of your team”, weil man darf die Königin in seinem Team sein und man darf dafür sich auch mal anerkennen, dass man die Königin ist, dass man wirklich für alle anderen sorgt. Ich halte, egal wo ich bin, 24 Stunden, 7 Tage die Woche den Rahmen für unser Team - immer, egal was wir machen und dafür dürfen wir uns mal anerkennen und da dürfen wir reinwachsen und das ist wirklich ein Reinwachsen und eine klare Erlaubnis.

Ich weiß, wir hatten selber Coaches, vielleicht erzähle ich dieses Beispiel mal, weil ich glaube, es wird viele interessieren. Wir haben immer versucht ein Organigramm für unser Unternehmen darzustellen, was haben wir immer versucht? Wir haben versucht aus Unternehmensführung, Leitungsebene und Mitarbeitern versucht einen Kreis zu machen, damit wir nicht oben stehen müssen, damit wir nicht aus diesem großen Ganzen raustreten müssen. Also wenn ich heute nachdenke, denke ich: Wie schräg ist das? Ich führe über 20 Mitarbeiter, versuche aber immer noch in der Mitte zu sein, immer noch die zu sein, die sich in dem Kollektiv versteckt und das geht nicht, wenn man wachsen will. Das haben wir letztes Jahr so festgestellt, wir haben für uns den Schritt gewagt, wir sind rausgegangen, wir haben gesagt, wir sind Head of, wir sind die Leader, wir sind die Queen, wir sind die Sonne – wie auch immer man es nennen möchte - und erst dann ist so ein Wachstum bei uns im Unternehmen passiert auf der finanziellen Ebene, auf der Mitarbeiterebene, in uns. Und ich glaube, je mehr wir innerlich gewachsen sind, umso mehr haben wir unserem Team und unserem Unternehmen erlaubt zu wachsen und das ist einfach das Magische, das sind die Sachen, die wir anderen Frauen beibringen - damit es noch mehr Frauen gibt, die einfach ihr Licht anmachen. 

Optimale Praxisführung

Joyce: 

Sehr schön gesagt! Ich habe noch eine Frage, die vielleicht auch ein bisschen daran anschließt: Was ist quasi eure Vision von einer optimalen Praxisführung? 

Katja: 

Es kommt ein bisschen drauf an! Also meine Vision einer optimalen Praxisführung ist, dass jeder authentisch ist, dass jeder seinen Rahmen hat und auch seinen Raum bekommt. Weil ich finde, nur weil ich eine Praxis führe, ist es nicht so, dass Andere keinen Raum haben dürfen. Ich finde es wahnsinnig wichtig, dass meine Mitarbeiter ihren Raum haben, dass ich meinen Raum habe, dass wir gemeinsam diesen Raum erschaffen und ich glaube das geht wahnsinnig gut, wenn man authentisch ist und wenn man weiß, wo man hinmöchte. Das ist finde ich auch eine wichtige Sache, dass man selbst als Unternehmerin weiß: Okay da ist der Weg, den gehen wir jetzt! Wie wir den gehen, das schauen wir auf dem Weg noch mal - vielleicht gibt es nochmal Anregungen von links, Anregungen von rechts, das kann ich alles auf mich zukommen lassen. Aber ich habe halt eine Vision, ich habe das Ziel und ich bin halt diejenige, die dann in dem Moment sagt: Okay, da geht es hin! Wie wir dahin kommen, können wir unterwegs gucken. Aber da geht es erstmal hin und jeder kommt mit, also ich nehme auch jeden mit, das ist auch wahnsinnig wichtig. 

Jessica: 

Genau! Ich finde, es ist eine sehr individuelle Sache, weil jeder kann ja seine Praxis anders führen und ich finde, es gibt da kein Richtig und kein Falsch. Es ist das, was wir vorhin auch schon gesagt haben, jeder muss seinen eigenen Weg finden. Eine Sache, die mir unglaublich wichtig ist, dass einfach jeder gesehen wird, jeder mit seinen individuellen Stärken mit seinen Bedürfnissen und für mich wäre eine optimale Praxisführung bzw. eine optimale Praxis, diejenige, wo jeder seinen gemeinsamen Weg geht und es trotzdem hinterher so ist, als ob jeder ein kleines Puzzleteil ist und hinterher wird trotzdem ein großes Puzzle daraus. 

Digitalisierung, Social Media + Co

Joyce:  

Was natürlich auch noch auffällig ist und damit sind wir jetzt auch schon so bei der letzten Frage: Ihr seid ja sehr aktiv auf Instagram und allgemein Social Media. Wie geht ihr denn da genau vor und wie ist denn auch die Resonanz zu eurem Angebot und Content? Vielleicht auch dahin noch mal anschließend dieses ganze Thema Digitalisierung, soziale Medien - vielleicht könnt ihr dazu auch noch mal etwas sagen, wie das bei euch in der Branche ist bzw. wie ihr das in eurem Unternehmen einsetzt? 

Jessica: 

Es ist ja genau das, was Katja vorhin auch gesagt hat: Man darf auch mal rausgehen und sich zeigen! Ich weiß nicht, ob es sein muss. Ich finde, jeder sollte seinen eigenen authentischen Weg gehen. Aber jetzt merkt man vielleicht auch schon in dem Interview, Katja und mir fällt es nicht so schwer zu sprechen. Also es ist eine Sache, die machen wir auch sehr gerne und deswegen ist es auch mit Social Media so. Das war natürlich am Anfang auch erst mal eine neue Herausforderung, aber Herausforderungen machen uns ja Spaß und genauso ist es mit Social Media. Wir haben was zu sagen, wir reden gerne, es macht uns Spaß - also war dieser Schritt für uns logisch. Und wie man das jetzt macht und ob man das machen sollte, das ist finde ich jedem ganz selbst überlassen. Aber wir haben eine unglaublich positive Resonanz und es ist einfach bemerkenswert, wie viele Frauen uns schreiben und sagen: Danke, dass es dieses Format gibt. Wie cool ist das, bisher gab es das noch nicht und jetzt kann ich mal sehen, wie eine Praxisführung aussehen kann – das ist ja eigentlich das, was wir uns gewünscht haben. Wie man Mama sein kann UND Unternehmerin sein kann. Jetzt sehe ich vielleicht mal eine Frau, die vielleicht da ist, wo ich mal hinmöchte und dadurch haben sich für mich ja schon alle Wünsche erfüllt, damit bin ich schon fein. 

Katja: 

Das denke ich halt auch. Wir sind da durchgegangen, wir wollten sichtbar werden und ich finde, wenn man Vorbild ist, dann darf man sichtbar werden und manchen liegt es, zu schreiben, manche bloggen gerne, manche sprechen gerne - das ist halt so unser Ding und ich finde auch, dass wir durchgehend positive Resonanz darauf haben und ich glaube, wir auch immer wieder mutig Themen ansprechen, die nicht so Mainstream sind und auch keine Angst haben, unsere Meinungen da zu vertreten, weil ich muss auch ehrlich sagen, jeden, den ich erreichen möchte, erreiche ich mit der Meinung und die, die es nicht hören wollen, können ja weg schalten. Also das ist halt einfach so mein Ding, wo ich denke: Okay, ich bin für die da, die es brauchen und alle anderen hören eh nicht zu, müssen nicht zu hören. Deswegen ist es für mich wahnsinnig wichtig, dass wir auch dabeibleiben und weiterhin den Frauen da wirklich den Content liefern, zeigen wie es geht, Fragen beantworten und sie hat auch mit unserem Programm wahnsinnig unterstützen. 

Und vielleicht – Spoileralarm! Ab Mitte Oktober wird es auch einen Podcast von uns geben, wo man uns dann einmal die Woche hören kann, mit in sein Öhrchen nehmen kann. Darauf freue ich mich auch schon wahnsinnig drauf, das ist unser nächstes Projekt, unsere nächste Herausforderung. Aber das ist auch eine Sache, die haben wir festgestellt, wenn wir nicht Sachen angehen und weitergehen, dann wachsen wir halt nicht und für uns war ganz klar, entweder Wachsen oder Stehenbleiben - und Stehenbleiben ist für uns keine Option. 

Joyce: 

Vielen lieben dank für das Interview an euch beide und auch den Einblick in eure Mission. Kanntest du Mama goes rich vielleicht schon vorher und ist so ein Coaching Programm überhaupt für dich interessant?  

Schreib uns doch gerne einen Kommentar und vielen Dank fürs Zuschauen, bis zum nächsten Mal!  

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