23. Juli 2021

Frag den Profi – Interview mit Podologe Eskild Sörensen

Ein neues Interview unserer Reihe wartet auf dich: Frag den Profi!

In dieser Episode sprechen Joyce Regnier von Praxis-Profi und Eskild Sörensen – Podologe mit eigener Praxis – über die Entwicklung und Zukunftschancen in der Podologie.

Wie fasst man überhaupt Fuß in der Podologie und welche Chancen hat der Heilmittelbereich Podologie?

Schau dir hier das ganze Interview an!

Wunsch-Mitarbeiter?

Entdecke in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du dir dein "Dream Team" aufbauen kannst.

Das Beste daran: Die Umsetzung kostet dich nichts!

Sichtbarkeit + Aufklärung des Berufsbildes

Joyce:  

Willkommen zu unserem neuen Interview unseres Formats #FragdenProfi!  

Das Thema, mit welchem wir uns heute beschäftigen werden, ist das Thema Podologie. Wir wollen diesem Heilmittelbereich mehr Platz geben und weiter über das Thema aufklären. Dafür habe ich mir heute den Interviewpartner Eskild Sörensen dazu geholt, um einen tieferen Einblick in den Beruf und die Chancen in der Podologie zu kriegen. Und wie ist überhaupt der Stand der Digitalisierung in dieser Branche? 

Ich würde sagen, wir starten einfach und stell dich doch gerne einmal vor! 

Eskild:  

Hallo, mein Name ist Eskild Sörensen, ich bin Podologe aus Bad Pyrmont und Podologe der zweiten Generation. Ich mache das ganze seit ungefähr 13 Jahren und bin mit diesem Beruf praktisch groß geworden, weil meine Mutter schon damals eine Praxis hatte. Ich kann nur sagen, für mich ist es eine Berufung, weil ich wollte eigentlich nie was mit dem Bereich zu tun haben. Ich habe mich immer mit Händen und vor allem mit den Füßen dagegen gewehrt und bin da irgendwie eines Tages doch reingeschlittert.  

Zu meiner Person: Ich bin 33 Jahre alt, habe eine kleine 6-jährige Tochter und ich kann nur sagen: Dieser Beruf ist definitiv erfüllend, bringt Menschen zusammen und es bringt einem selbst ein gutes Gefühl, Menschen zu helfen und auf der anderen Seite kann man davon sogar relativ gut leben.  

Joyce:  

Das hört sich auf jeden Fall super interessant an! Und wie wir überhaupt auf dich aufmerksam geworden sind, umfasst jetzt auch meine nächste Frage:

Wieso hast du dich dazu entschieden auf Social Media aktiv zu werden und auch Einblicke in deinen Arbeitsalltag zu geben? Hattest du das Gefühl, dass es nötig war, dass man mehr über den Podologen-Beruf aufklären muss? 

Eskild:  

Warum ich angefangen habe: Wir haben definitiv ein Image-Problem. 

Noch ist es so, dass wir Podologen immer die „Fußpfleger“ sind. Aber wir sind ein eigenständiger Therapieberuf und wir müssen uns sozusagen noch emanzipieren. Wir müssen unseren Stand noch erkämpfen. Wir haben einen sehr, sehr jungen Beruf – wir sind seit 2001 am Start und mit der Ebnung durch das Podologen-Gesetz, welches ein Titelschutz-Gesetz ist, ist dieser Beruf erst ins Rollen gekommen und hat sich dadurch aus der klassischen Fußpflege, aus der medizinischen Fußpflege, aus dem Physiotherapie-Bereich herausgelöst und versucht eigenständig zu werden. Wenn man jetzt mal vergleicht: Wir haben jetzt 2021 und feiern 20 Jahre Podologie. Man spricht zum Beispiel bei einem Beruf wie dem Klima-Mechatroniker noch von einem jungen Beruf, den es schon seit über 50 Jahre gibt. Dann ist unser Beruf definitiv noch in einer Kleinkind- bzw. in der Baby-Phase und das war auch mit ein Ansporn, warum ich diesen Beruf ergriffen habe, weil du dir in diesem Beruf noch einen Namen machen kannst. Du kannst mitgestalten und vor allen Dingen helfen, diesen Beruf nach vorne zu bringen. Ein Beruf, der mir persönlich mein Leben finanziert, der mein Leben bereichert und der mir ganz, ganz viel gibt und ich möchte halt auch einiges zurückgeben.  

Aber auf welchem Wege kann man denn heute mit Menschen in Kontakt treten? Das ist ganz klar Social Media und wenn man sich einfach mal anhört, was Social Media bedeutet: Soziale Medien – das heißt zusammen etwas erreichen und zusammen kommunizieren. 

Ein Bekannter sagte immer: Weißt du, früher wolltest du in einer Disco immer an den Rockzipfel oder in die Hose einer jungen Frau. Heute kannst du in die Hosentaschen aller Menschen kommen, indem du zum Beispiel einen Podcast aufsetzt, Instagram oder Facebook oder dergleichen. Er sagt, er hat sich zwar weiterentwickelt, ist ruhiger geworden, aber er will immer noch in die Hosen aller Frauen und insbesondere der Männer. Aber nicht mehr aus den Gründen wie früher in der Disco, sondern aus anderen Gründen.

Warum sage ich das so provokant? Ganz klar, weil das ein Bild erzeugt und jeder der das jetzt hört, wird nicht vergessen, was ich sage und das ist ganz, ganz wichtig. Wir müssen mit Bildern sprechen – Bilder, Bewegung und Videos sind die Medien, die wir auch konsumieren. Weil was gucken wir den ganzen Tag? Wir gucken die ganze Zeit hier in unser Smartphone. Smartphones sind zum Teil schlauer als ihre Besitzer und wir haben da unglaubliche Möglichkeiten, dieses ganze Geschäft mitzugestalten. Und das nicht nur aus einem Business-Gedanken heraus, sondern auch aus dem Gedanken der Nachhaltigkeit heraus.  

Was meine ich mit Nachhaltigkeit? Man hört immer wieder vom Fachkräftemangel – warum haben wir einen Fachkräftemangel? Weil wir zum Teil ein Image-Problem haben: Welcher junge Mensch möchte denn schon unbedingt Fußpfleger:in werden? Ich kenne ein Haufen Physiotherapeuten, die von Anfang an gesagt haben: „Ja, ich möchte Physiotherapeut werden.“ Warum? Weil Physiotherapeut sich definitiv besser anhört als medizinischer Bademeister oder ähnliches und weil dieser Beruf etabliert ist. Ich sage immer, ich möchte diesen „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“-Faktor haben, dass jemand in einer Daily Soap sagt: “Ich bin Podologe! Ich bin da für deine Füße. Ich bin der Therapeut für deine Füße.” Und wenn das erstmal mainstream geworden ist, dann können wir auch erwarten, dass Leute sagen: „Jawoll, das ist eine geile Nummer. Das würde ich auch gerne machen, in die Richtung möchte ich gehen.” Und diese Vielfalt am Markt an unterschiedlichen Kollegen brauchen wir – das bringt auch gleichzeitig Qualität und Wettbewerb. Wir sind unglaublich wenige Podologen momentan. Ich glaube, wir sind irgendwas um die 25.000 und das ist relativ wenig. Im Vergleich: Wir haben 250.000 Physiotherapeuten – nur die Gemeldeten. Das heißt, wir haben einen wirklich kleinen Markt und wir sind für 10% der Gesamtbevölkerung – nämlich alle Diabetiker mindestens – zuständig.  

Aber nicht nur Diabetiker sind in unserem Kundenkreis, sondern wir möchten uns um alle Menschen mit allen Problemen an den Füßen – bis zu einem gewissen Grad natürlich – kümmern und präventiv arbeiten. Nur wenn die Leute nicht wissen, dass es uns gibt, wie sollen die jemanden finden? 

Noch mehr zu Ausbildung & Studium

Unter der Kategorie Ausbildung, Weiterbildung und Studium haben wir noch mehr spannende Themen für dich zusammengefasst. 

Jemand sagte mal zu mir: Warum essen wir Hühner? Weil die am lautesten schreien. Deswegen essen nur Gourmets Wachteln, weil die schreien nicht rum. Nichtsdestotrotz müssen wir aus unserem Wachtel-Dasein ein bisschen aufwachen, ein bisschen dafür Sorge tragen, dass die Menschen uns wahrnehmen, dass wir da sind, Flagge zeigen und auch ein bisschen aufklären. Nicht immer alles verteufeln und sagen: Das ist schwarz, das ist weiß. Sondern es gibt das und es gibt uns und alles hat seine Daseinsberechtigung. Lasst uns zusammen Großes und Gutes erreichen. Letztendlich ist es die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller therapeutischen Gruppen, die für den gleichen Patienten da sind. Ob man jetzt immer bei jedem Patienten mit allen zusammenarbeiten muss? Natürlich nicht. Aber man kann und man sollte das und wie gesagt, mein Ansporn war es einfach, nur einen jungen Menschen da draußen zu erreichen, der sagt: „Wow, der Eskild Sörensen ist ein feiner Kerl, der macht seinen Weg, der geht diesen und ich will diesen Weg nachgehen. Ich will es vielleicht anders, ich will es vielleicht besser machen.“ Vielleicht gibt es auch einen da draußen, der sagt: „Ey, was für ein Idiot. Ich zeige jetzt allen, wie es richtig funktioniert und ich mach es viel, viel besser.“ Selbst das würde mich freuen, wenn ich irgendwann mal höre: „Ich bin wegen dir Podologe bzw. Podologin geworden" und das ist so ein bisschen meine Aufgabe, diesen Beruf einfach nach vorne zu bringen, bekannter zu machen und deswegen habe ich mit Social Media angefangen. Deswegen habe ich mit dem Podcast angefangen. Das war tatsächlich der erste Podologen-Podcast, den es gab in ganz Deutschland und ich glaube ich bin immer noch allein. Es gibt mittlerweile ein paar Youtube-Kanäle, die wirklich toll sind. Ich zieh den Hut vor der Youtube-Arbeit, weil das ein Haufen Arbeit ist und ich muss ganz ehrlich sagen, ich schaffe das nicht. Aber der Podcast war etwas, was ich gut machen kann und wir planen gerade die zweite Staffel mit ganz tollen Interviewpartnern und tollen Kooperationen und da darf man auch gespannt drauf sein.  

Wie fasst man Fuß in der Podologie?

Joyce:  

Mega coole Einstellung! Und wie du ja eben auch gesagt hast, das Problem ist, dass eben viele Leute gar nicht viel über diesen Beruf wissen und gerade junge Leute – deswegen frage ich dich jetzt einfach mal: Wie wird man denn überhaupt Podologe bzw. Podologin? Was für eine Ausbildung muss man absolvieren und was gibt es für Voraussetzungen?   

Eskild:

Die Hürde ist gar nicht so hoch, wie man glaubt. Man braucht einen qualifizierten Hauptschulabschluss bzw. einen gleichwertigen Realschulabschluss und das sind schon die Grundvoraussetzungen, die man erfüllen muss. Man muss 18 Jahre alt sein, um die Prüfung abzulegen, 16 reichte glaube ich damals nicht. Dann gibt es eine zwei- bzw. dreijährige Berufsausbildung. Ende 2019, glaube ich, gab es dann die Gesetzesänderung, dass diese auch nicht mehr mit einem privaten Schulgeld belegt wird, sondern die Ausbildung wirklich von Landesseite beziehungsweise von staatlicher Seite übernommen wird. Das heißt: Die Hürde, die es früher bei mir gab, dieses Schulgeld aufzubringen – 300-400 Euro sind eine Hausnummer für viele Leute, wo es dann heißt: Kann ich oder kann ich nicht. Gerade wenn ich Berufsanfänger bin – und diese Hürde fällt jetzt weg. Das ist ein ganz wichtiger Schritt und dann kommen wir auch auf eine tolle Zukunftsaussicht, die sich durch diese ganze Krise jetzt entwickelt hat, aber da komm ich gleich zu. 

Wie wird man ein Podologe? Man meldet sich bei einer Schule an, man sucht sich im Idealfall dann einen berufsbegleitenden Betrieb, in dem man halt seine Praxiserfahrung macht. Man durchläuft mehrere Praktika bei Ärzten in unterschiedlichen Disziplinen – Chirurgie, Dermatologie und oft Orthopädie. Ich habe damals zum Beispiel in einer Rehaklinik für Querschnittslähmung mein Praktikum absolviert. Das hat mir sehr viel gebracht, auch sehr viel für meine persönliche Weiterentwicklung - sehr viel Demut und Dankbarkeit, sehr viele Einblicke, auch in den pflegerischen Bereich und hat mir auch gezeigt, welchen Respekt ich vor pflegendem Personal habe, weil das, was die Jungs und Mädchen da draußen leisten, kann ich nicht leisten. Ich leiste meinen Teil an anderer Stelle. Das hat mir sehr viel gebracht und ich habe damals im Schwarzwald die Ausbildung gemacht, weil ich ein bisschen raus wollte, gucken wo wird was wie gemacht. Früher gab es dieses Nord-Süd-Gefälle, dass die Ausbildung ein wenig anders war. Mittlerweile gleicht es sich sehr viel an. Es gab ein Schulsterben, die Schulen blühen langsam wieder auf. Natürlich auch durch die Gesetzesänderung – also es wird was von staatlicher Seite gemacht, um diesen Beruf zu fördern, aber es hat lange gedauert, dass das Fahrt aufnimmt.

Dann legt man noch eine staatliche Prüfung ab, man kriegt ein Zertifikat und darf sich Podologe bzw. Podologin, medizinischer Fußpfleger bzw. medizinische Fußpflegerin nennen. Aber da gibt es ein Titel-Schutzgesetz und da ist ein bisschen auch noch das Problem, was wir auch noch nachbessern müssen. Wir haben ein Titelschutzgesetz, kein Tätigkeitsschutzgesetz. Das heißt: Jeder der das jetzt hier hört, kennt dieses Problem, dass zum Teil auch normale, schnell ausgebildete Fußpfleger, welche keinen anständigen Beruf, also nicht, dass es unanständig ist im Sinne von irgendwie obszön, sondern es ist kein anständiger Beruf im Sinne der Ausbildungsordnung. Das heißt, jeder kann morgen früh aufwachen und sagen: Ja, ich bin ein Fußpfleger, geht ein Gewerbe anmelden und darf Fußpflege bewerben und auch machen. Vor allem darf er medizinische Fußpflege als Dienstleistung anbieten. Das ist zwar ein bisschen kritisch, aber es ist noch möglich und das gilt es meiner Meinung nach noch zu verbessern, um halt diesen Beruf noch mal attraktiver aufzuwerten, damit wir auch nicht nur einen therapeutischen Beruf haben, sondern auch eine therapeutische geschützte Tätigkeit, wie das bei Physiotherapeuten, Logopäden und Ergotherapeuten schon länger der Fall ist. 

Also da gibt es halt noch viel Bedarf und auch da wieder den Ansporn, wir müssen lauter werden, wir müssen ein Gesicht haben, wir müssen nach vorne gehen und wenn man da eine Stimme hat, kann man die auch erheben und deswegen ist es gut und wichtig, wenn jeder der jetzt zum Beispiel darüber nachdenkt, eine Ausbildung zu machen, auch über diesen Bereich nachdenkt, weil es ist ein zukunftsträchtiger Beruf ist. Ein Beruf, der krisensicher ist - das wurde jetzt gerade erst in den letzten zwei Jahren durchaus bewiesen, dass dieser absolut krisensicher ist. Also ich kann nur aus meiner Praxiserfahrung sagen, ich hatte keinen einzigen Tag, der wegen der Pandemie hätte ausfallen müssen, weil ich im Lockdown war oder sonstiges und konnte jetzt durcharbeiten. Natürlich mit Hygienekonzept und Maßnahmen – aber mein Beruf war safe und das hat ganz klar auch dafür gesorgt, dass ein Umdenken stattgefunden hat bei vielen, die halt noch zwischen den beiden Bereichen, also zwischen diesem Wellness-Kosmetik-Bereich und der Podologie gestanden haben. Diese Umstände haben dazu geführt, dass die Leute darüber nachgedacht haben und gesagt haben: “Hey, dann ergreife ich doch die Chance und mache noch die Weiterbildung. Dann werde ich doch Podologe und das ist ein großer Vorteil. Wir werden einen ordentlichen Zuwachs an Kollegen in den nächsten Jahren haben bzw. im nächsten Jahr, wenn die meisten dann mit der zweijährigen Vollzeit-Ausbildung fertig sind, weil ganz viele umgeschult haben bzw. noch mal einen draufgesattelt haben, um Podologe zu werden. Das finde ich toll, finde ich großartig und ich kann auch nur sagen, gerade durch die Aufwertung des Honorars über die Krankenkassen, was jetzt gerade zum 1. Juli wieder stattfindet. Es gibt keine bessere Zeit als jetzt mit der Podologie zu beginnen. Als ich angefangen habe, waren die Honorare der Krankenkasse unterirdisch . Es war immer noch so, dass man davon leben konnte, aber nicht gut und man musste halt sehr viel nebenbei verkaufen bzw. auch viel Privatpatienten abrechnen und wirklich viel, viel arbeiten. Man muss heute immer noch viel arbeiten, die Ansprüche und auch die Kosten steigen natürlich, aber die Wertschätzung von der Krankenkasse und auch von den Ärzten und anderen Therapeutengruppen wächst und man kann heute wirtschaftlich Podologie betreiben und davon leben.  

Deswegen jeder, der diesen Beruf ergreifen will, kommt in ein zukunftssicheres, krisensicheres und in ein tolles Berufsbild, welches sich noch weiterentwickelt. Das Potenzial, was ich sehe in der Zukunft für die Podologie, ist ganz klar, dass wir noch die Entwicklung machen können wie damals Dentisten nach dem zweiten Weltkrieg, dass wir wirklich noch mal das Herauslösen von Akademikern haben. Ich bin jetzt nicht so ein Freak, der sagt, wir müssen alle studiert haben – bin ich wirklich kein Freund von, weil ich glaube, dass wir in dem Bereich des Gesundheitshandwerks – so nenne ich das persönlich – jetzt gibt's wieder Kollegen, die wollen mich für sowas lünchen, die sagen: “Wir sind Therapeuten!” Ja, aber es hat für mich mit Handwerk zu tun, mit tun und das kann man nicht an der Uni lernen, das muss man erleben, das muss man tun, das muss man machen. 

Aber was ich sagen möchte, dass wir vielleicht noch mal tiefer in die Materie des Medizinischen einsteigen können und dass wir vielleicht einem Podologen in die Richtung Zahnarzt bringen, also der sich aus dem Dentisten zum Zahnarzt entwickelt hat. Wenn früher jemand Dentist geworden ist, war das okay, wenn meine Tochter eines Tages zu mir sagt: “Papa, ich werde Zahnarzt!” Dann würde ich mich heute freuen, wenn sie natürlich sagt: “Papa, ich studiere jetzt Podologie und werde meinen Doktor in Podologie machen!” Dann werde ich mich in 20 Jahren wahrscheinlich noch viel mehr freuen.  

Und diese Entwicklung kann dieser Beruf machen und jeder, der rechtzeitig dabei ist, wird das sagen: “Ich war am Anfang dabei, ich habe diese Entwicklung mitgemacht und ich möchte eines Tages, wenn ich in Rente gehe, vielleicht zurückschauen und sagen: Wir haben diesen Beruf wirklich nach vorne gebracht. Wir haben ihn erweitert, wir haben was gemacht!” Jeder, der auf dieser Reise dabei war und vor allem die dann einsteigen und sagen: “Jawoll, ich bin Podologin/ Podologe!” Dass die einen Beruf ergreifen, der gesellschaftlich akzeptiert, toleriert und respektiert wird – dass das das Ziel sein muss und dass man ganz klar sagt: “Du hast ein Problem mit deinen Füßen, warum warst du dann nicht beim Podologen? Ich gehe zweimal im Jahr zum Podologen zum Check Up.” Das muss meiner Meinung nach das Ziel sein und jeder der diese Ausbildung macht, wird diese Gedanken automatisch bekommen.

Das ist mir so ergangen und auch ganz vielen Kollegen und so wird man Podologe, entweder dass man sich überlegt, wo geht meine Reise hin? Und wenn ich mir ganz klassisch überlege, was früher der Punkt war: Ich möchte was mit Menschen machen, ich möchte was machen, wovon ich leben kann, ich möchte was zukunftssicheres. Dieser Beruf erfüllt das alles. Ob das der entspannteste Beruf der Welt ist? Nein, du hast mit Menschen zu tun. 1:1 mit Menschen und Menschen sind eine Herausforderung. Und wenn man sich das alles überlegt, ist das der ideale Beruf. 

So bin ich auch Podologe geworden. Meine Mutter hat diese Praxis gehabt und hat uns drei Kinder damit groß gezogen und hat uns wirklich ein tolles Leben damit ermöglicht und ich habe einfach für mich gedacht, wenn du nicht drei Kinder, sondern vielleicht nur eins oder kein Kind hast, du brauchst nicht all das. Du brauchst das einfach nur für dich allein, dann reicht das. Wir sind nicht in einem Bereich wie Investmentbanker, die irgendwann an Privatjets oder an Yachten denken. Wir sind ein Bereich, wo wir gut leben, wo wir komfortabel leben, wo wir einen einen Lebensstil führen der Freiheit, Genuss, Interaktion mit anderen Menschen und sehr viel Wissen mit sich bringt. Auch Wissen ist toll. Also man muss sich in diesem Beruf ständig weiter entwickeln, man muss willig sein auch ewig zu lernen, zu tun und zu machen, sich weiterzuentwickeln bis zum Optimum und besser vielleicht.

Dieser Beruf bringt all dieses mit sich. Dieses Potenzial habe ich erkannt und wir arbeiten mit Diabetikern und Diabetes wird in den nächsten Jahren so durch die Decke gehen. Wenn man starke Entwicklungsländer oder auch Länder, die schon krass entwickelt sind zB. Dubai betrachtet, da gibt es über 20 bis 30 Prozent Diabetiker – das ist Wahnsinn, was das für ein Markt ist. Natürlich würde ich mich freuen und wünschen, wenn die Leute gesünder wären. Gesundheit ist ein Gut, welches wir uns bewahren müssen und ich will ja auch nicht nur Kranke behandeln, sondern ich möchte Leuten helfen, ihre Gesundheit zu erhalten bzw. wiederzubekommen. Also wirklich einen Mehrwert zu bieten und wenn man das alles machen kann in einem Beruf – Wow! Nenn mir ein Beruf, der das kann. Also ich habe mal geträumt Bänker zu werden, die Filiale, wo ich mein Praktikum gemacht habe, gibt es gar nicht mehr und den Job, den ich hätte machen sollen, da hätte ich nur Automaten bedient. Mich hat es nicht erfüllt und mich erfüllt dieser Beruf jetzt und ich find's großartig und ich teile diese Leidenschaft auch gerne mit Menschen und jeder der mich auch mal getroffen hat und weiß wie sehr ich für diesen Beruf brenne und was mir dieser Beruf auch zurückgibt, der wird verstehen, warum ich diesen Beruf nicht anders machen kann. Ich glaube auch, dass das es keine Limitierung gibt - man kann aus diesem Beruf alles machen und er kann überall hinführen, wenn man es nur will, wenn man es gedanklich zulässt und mich hat der Beruf um die halbe Welt gebracht. 

Stand der Digitalisierung in der Branche

Joyce:  

Denkst du denn, dass die Digitalisierung in eurer Branche bereits angekommen ist bzw. wie schätzt du den Stand ein und wo setzt du denn digitale Produkte oder Dienstleistungen in deinem Arbeitsalltag ein? Was würdest du dir als Unterstützung in Form von digitalen Produkten wünschen und wie könnte der Arbeitsalltag eines Podologen bzw. einer Podologin dadurch erleichtert werden? 

Eskild:

Also die Digitalisierung schreitet voran, ist aber noch nicht allgegenwärtig. Liegt ein bisschen daran, dass die Digitalisierung in unserem Bereich eher so aufgesetzt wirkt - die Produkte sind zum großen Teil noch nicht für uns spezialisiert. Es gibt immer Produkte für ganz viele Heilmittelerbringer, aber es gibt ganz wenige Produkte für uns Podologen direkt. 

Wo setze ich digitale Produkte ein? Es ist immer ein bisschen schwierig, weil wir brauchen viele Sachen auch noch in Papierform. Ich versuche so viel wie möglich einzuscannen. Letztendlich sind wir aber einem antiquierten Bereich was Dokumentation angeht, wo Papier halt häufig noch wichtig ist. Wenn ich so ein Heilmittel-Formular habe, dann ist das aus Papier. Ich könnte mir vorstellen, dass man das irgendwann über die Gesundheitskarte macht. Dass man sagt: Zack durch, fertig – gleich abrechnen! Das ist noch nicht der Fall. Dokumentation mache ich fast komplett digital. Ich möchte mehr digitale Produkte einsetzen, gerade Aufklärung mit zum Beispiel PDFs mit standardisierten Videos, mit ganz viel Content auf der Webseite. Wir sind dabei dies zu entwickeln. Das Problem ist, wenn man kein großes Team hinter sich hat, sondern alles alleine macht, dauert es. Ich sage mal so: Das, was man alles tun möchte und die 24 Stunden, die man am Tag hat, das kriege ich manchmal nicht zusammen und wenn man sehr kreativ ist, dann will man tausend Dinge und muss sich dann besser organisieren.

Also wo die Reise hingehen soll ist wirklich die digitale Aufklärung, digitale Dokumentation, Abrechnung. Die Terminvergabe ist auch eine Sache, die funktioniert ganz gut digital. Das kann man sehr, sehr gut machen – muss man aber auch wollen. Also das heißt, man muss dann im Team abstimmen und man muss gucken, wie flexibel man ist, man muss natürlich auch immer an die Infrastruktur in Deutschland denken, wenn das Internet abstürzt und meine Cloud nicht mehr zugänglich ist. Daran müssen wir auch immer denken und dank DSGVO müssen wir auch daran denken: Wo liegen meine Daten? Deswegen gibt es einige Bereiche, die ich auch noch wirklich in Papierform vorliegen habe, weil die Lösung für mich noch nicht ideal ist. Sobald die Lösung besser ist, werde ich es auch durch ein digitales Produkt ersetzen, das ist die Zukunft. 

Wir sollten auch enger zusammenarbeiten bzw. es wird auch leichter sein in der Kommunikation zwischen den Therapeuten und den unterschiedlichen Disziplinen – das erleichtern digitale Produkte. Und vor allen Dingen die Handhabung bzw. auch der Zugang für die Patienten zu deren Dokumentation und Dokumente wird vereinfacht, weil es ist einfacher eine E-Mail per Knopfdruck zu senden, als eine ganze Kartei zu kopieren. Es ist halt wesentlich einfacher und ressourcenschonender. Also wie gesagt: Viele digitale Produkte setze ich im Alltag noch nicht ein, aber es wird Stück für Stück besser, weil ich glaube, dass es besser ist und auch vom Handling einfacher. Auch meine Kassenbuchführung läuft digital – das ist einfach intelligent, smart, geht schneller und sobald die Produkte spezifischer für uns Podologen werden, kann ich mir auch vorstellen. dies in viel mehr Bereichen einzusetzen. 

Noch haben wir ein Nischen-Dasein, weil wir zu wenige sind und dann adaptieren einige Software-Hersteller das so für dich, aber es ist dann immer noch ein Workaround und wie gesagt, ich wäre auch bereit für digitale Produkte mehr zu zahlen, wenn sie das können, was die können sollen. Keine Frage!

Aber um auf das Kernproblem zurückzukommen, die spezifischen Produkte für die Podologie sehe ich zwar in der Entwicklung, aber es ist noch nicht fertig in den meisten Fällen. Es liegt einfach daran, dass wir eine zu kleine Gruppe sind. Betrachten wir Physiotherapeuten: Da gibt es große Hersteller, die bringen die Produkte raus für diesen Bereich, greifen da ordentlich ab. Warum? Weil der Markt da ist. Unser Markt ist sehr klein, sehr speziell und da wird sich halt nicht so viel Mühe bis jetzt gegeben, weil wir zu klein sind. Deswegen müssen wir lauter werden und gegebenenfalls unsere eigenen Sachen machen, also zum Beispiel eigene Aufklärungsbücher schreiben, eigene digitale Produkte entwickeln oder mit Firmen kooperieren und sagen: "Passt auf! Ich helfe dir, damit du uns helfen kannst. Du hast die Programmierer, ich weiß, wo der Schuh drückt und öffne den Vorhang und zeige dir, was wir brauchen."

Ganz viele Möglichkeiten – muss man nutzen, ist definitiv noch nicht angekommen. Das liegt auch ein bisschen an der an der Struktur, wer denn Podologe ist: Also das Mittelmaß ist meistens weiblich, jenseits der 40, zweiter Berufsweg. Die wenigsten sind wie ich: erster Beruf, männlich, selbstständig. Das ist vielleicht jetzt ein Klischee, aber gerade die Mittvierziger/ Mittfünfziger – nicht alle – aber viele sagen: "Digitalisierung? Weiß ich nicht. Ich hier alleine in meiner kleinen Ein-Mann-Praxis. Brauche ich das wirklich? Ich habe doch meine Karteikarten, das funktioniert ja schon seit zehn Jahren für mich. Ach nee und dann wollen die noch Geld und ich mach ja eh nie mehr so lange." Das ist der Großteil, deswegen ist die Digitalisierung in dem Beruf noch nicht mainstream. Die großen Praxen und auch große Praxisinhaber, die dann mehrere Standorte haben, sind alle digitalisiert. 

Das wird definitiv eine spannende Geschichte, muss kommen, wird kommen. Die Frage ist halt, wie sich das für uns lohnt und vor allen Dingen, welchen Mehrwert es für den Patienten liefert. Aber ich sehe das ganz klar so und alleine Aufklärung, Dokumente zur Verfügung stellen, Anmeldebögen – ganz klar digital. Jetzt die Registrierung ist mittlerweile das normalste geworden. Ich kann mir vorstellen, dass man das in den Alltag integriert und sagt: "Pass auf, du hast jetzt einen Termin, check bitte ein, dadurch wird die Dokumentation angeregt." Das wären smarte Schnittstellen, die man nutzen kann. 

Wie gesagt: Vielfalt ist da, man kann sehr viel machen, es ist noch nicht viel gemacht – da ist wenig für uns, ausbaufähig definitiv. Es lohnt sich, was zu machen und wenn man dann einmal Fuß gefasst hat gerade im Therapeutenbereich bzw. Podologiebereich – das ist eine sehr treue Community! Wenn die bei etwas sind und zufrieden sind, dann bleiben die dabei. Geht mir ganz genauso.

Die Zukunftsentwicklung in der Podologie 

Joyce:  

Und meine abschließende Frage an dich wäre, auch wenn du es vorhin schon mal erwähnt hast, aber vielleicht nochmal so zusammenfassend damit man nochmal den Beruf in seiner Gänze aufzeigt: Wie siehst du denn die Zukunftsentwicklung in der Podologie?  

Eskild:

Die nähere Zukunft wird sein, dass wir eine große Schwemme an Kollegen und Kolleginnen erwarten dürfen, die jetzt durch die aktuelle Situation sich dazu entschlossen haben, sich weiter zu qualifizieren und ich begrüße diese Entwicklung sehr, weil wir brauchen gute Kollegen und Kolleginnen, die mit uns gemeinsam für den Patienten stehen. Des Weiteren sehe ich, wenn wir diesen Berufsstand festigen und weiter etablieren, die Möglichkeit, dass wir uns fester in die Gesellschaft integrieren und auch einen anderen Standpunkt erreichen. Weg von diesem Wellness- und Pflege-Charakter, der durchaus seine Berechtigung hat, andererseits aber, dass wir mehr in diesen medizinischen, helfenden und gesundheitsfördernden Bereich kommen. Ich will nicht heilenden Bereich sagen, weil das ist eine schwierige Aussage, aber in einen Bereich, wo wir Menschen aktiv helfen können, ihre Gesundheit zu erhalten oder wieder zu erlangen – natürlich in unserem gesteckten Rahmen. 

Ich würde begrüßen, wenn wir diesen Rahmen erweitern um operative Maßnahmen, dass wir mit Anästhesisten zusammenarbeiten können und sonstiges. Das bedarf natürlich weiterer akademischen Vertiefungen oder Erweiterungen, aber auch das würde ich mir wünschen, dass man diesen Beruf größer macht und ihm mehr Möglichkeiten und mehr Kompetenzen zu schreibt, als er jetzt hat. Dass man das Wissen, was ein Podologe bzw. Podologin hat über Schuhversorgung, Einlageversorgung, Kompression und viele andere Bereiche, dass man das nutzt. Auch ein Bereich, der vielleicht noch gar nicht angesprochen wurde: Die psychologische Betreuung, die auch immer in Therapieberufen eine wichtige Rolle spielt, dass man dieses mehr ausbaut und diese Kompetenz halt vergrößert. Das würde ich begrüßen und ich sehe das auch, dass es so kommt. Also meine Wunschvorstellung ist wirklich, dass man irgendwann sagt: "Hey, weißt du noch, wir haben damals als Podologen angefangen und wir sind jetzt Fußärzte!" Das ist jetzt eine Zukunftsvision, die ich jetzt so ausspreche. Das ist eine Sache, die würde ich mir wünschen. Das bedarf vieler Zwischenschritte, vielleicht werde ich das auch gar nicht erleben, dass es so weit kommt. Aber ich würde es mir wünschen, dass es so weit kommt. In anderen Ländern ist es bereits so, es gibt ja prominente Beispiele dafür, wie es gemacht wird. In vielen anderen Ländern ist es auch ein Studium und hat auch eine ganz andere Gewichtung. Das sind keine Ärzte, aber es sind Therapeuten und wie gesagt auch da gibt es Entwicklungspotenzial das ganze weiter auszudehnen auf einen Arzt, auf einen Therapeutenberuf. In Amerika ist es z.B. eine ärztliche Disziplin und warum nicht hier? Also gerade bei den steigenden Problemen, bei der Wichtigkeit der Füße. Das bildet letztendlich die Grundlage für ein gesundes Leben, wenn man nicht gut und gesund laufen kann, dann bleiben viele andere Dinge halt auch auf der Strecke. 

Wir brauchen auch Standards in der Behandlung und eine Qualitätssicherung – auch das sind Dinge, die sind wichtig, weil jeder hat eigene Behandlungstechniken, was ja auch richtig und gut ist, solange das Ergebnis stimmt. Aber viele glauben halt auch immer noch, wir sind Wald- und Wiesen-Fußpfleger. Wir haben nichts mit diesen zu tun, wir machen Therapie. Auch wenn das unser Ursprung ist und ich respektiere diese und ich will nicht, dass man das verbietet. Aber die Therapie, die wir machen, ist eine andere als nur das. 

Uns muss das klar sein und das muss halt verbessert werden, wenn man das durch Akademisierung oder durch Angleichen der Ausbildung hinbekommt, dann würde ich mich eines Tages wirklich darüber freuen, wenn mir jemand sagt “Mensch, hast du schon gehört? Wir haben den ersten Doktor Pod., den ersten Fußarzt Deutschlands." Darüber würde ich mich freuen. Ich muss das nicht selber sein, auf gar keinen Fall – aber ich würde mich freuen, wenn das in die Richtung geht, wenn wir ein anderes Standing haben und wenn Leute sagen: “Hey, weißt du mein Sohn will Podologe werden. Ich bin so stolz.” Das gibt es halt auch – das gibt es nur in Familien, wo das wächst. Bis jetzt ich kenne noch keine Familien, wo das von außen oder selten von außen kommt, wo einer dann aus einer Handwerker-Familie oder aus einer Akademiker-Familie kommt, die dann sagen: "Wow, unser Kind wird Podologe. Das freut uns." Und das ist meine Zukunftsaussicht, da möchte ich gerne hin und ich würde mich freuen, wenn Menschen sich mehr freuen darüber, diesen Beruf erfahren und leben zu dürfen, sich mehr berufen dazu zu fühlen. 

An dieser Stelle sei gesagt, man muss kein absoluter Fußfan sein – auch für mich persönlich sind Füße nicht das tollste Körperteil der Welt. Sie sind fantastisch, sie können einiges. Wir können einiges damit bewirken. Wir können Menschen Lebensqualität zurückgeben, aber es ist bestimmt nicht das tollste Körperteil der Welt und es dreht sich nicht alles um die Füße, aber wenn es dann einmal in den Brunnen gefallen ist, dann dreht sich einiges darum.

Ich bedanke mich für dieses wunderbare Interview. Das war für mich ein ganz wundervolles Erlebnis und gerne wieder. Ich hoffe, ich konnte alle Fragen beantworten. 

Joyce:  

Vielen Dank dir! Also ich habe persönlich auf jeden Fall noch mal einen anderen Eindruck in diese Branche bekommen können und genau das war das, was wir mit diesem Interview erreichen wollten. Ich hoffe natürlich, euch hat das Interview auch gefallen.

Wenn ihr euch gerne an dem Thema beteiligen wollt, schreibt uns in die Kommentare und auch bei anderen Interview-Wünschen immer in die Kommentare damit.

Vielen Dank fürs Zuschauen und bis zum nächsten Mal!  

Schon unseren Newsletter abonniert?


Klicke dazu einfach auf den Button


Das könnte dich auch interessieren:

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}
>